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Das Ulmer Münster und das Donaustadion strahlten in sächsischem Gold

28-07-2014 13:24
von Jörg Fernbach
Kristin Gierisch DM Ulm 2014 © Foto-Iris
Kristin Gierisch DM Ulm 2014 © Foto-Iris
Ulm, 25.-27.07. Ungewöhnlich begannen in diesem Jahr die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm. Bereits am Freitag wurden auf dem Platz vor dem Ulmer Münster die Meistertitel im Kugelstoßen vergeben. Die Wettkämpfe fanden vor einer herrlichen Kulisse und 4.000 begeisterten Zuschauern, die hautnah am Geschehen saßen, statt. Dieses Fluidum bezauberte nicht nur das Publikum, sondern motivierte die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer noch einmal zusätzlich. Mit dabei unsere sehr erfolgreichen Christina Schwanitz vom LV 90 Erzgebirge und David Storl vom LAC Erdgas Chemnitz. Beide wurden ihrer Favoritenrolle überzeugend gerecht und durch ihre klasse Leistungen gingen die ersten beiden Deutschen Meistertitel 2014 nach Sachsen. David Storl, der mit 21,87 Metern die drittbeste Weite seiner Karriere stieß, hatte anschließend zwei Herzen in seiner Brust. Sicher hätte er sehr gern dem klasse Publikum einen 22 Meter Stoß präsentiert, sieht aber in den noch nicht erreichten 22 Metern jetzt noch eine zusätzliche Motivation für die EM in Zürich. Hier sollen sie jetzt, gekrönt mit dem EM Titel, fallen. Genauso sieht es Christina Schwanitz mit ihrer Siegerweite von Ulm. Gold mit 19,69 Metern, 3. DM Titel und jetzt kommt Zürich. Der EM Titel für Christina Schwanitz mit übertroffenen 20 Metern ist in realistische Nähe gerückt. Auch im Donaustadion konnten sächsische Athleten/innen überzeugen. Vor allem unsere Damen waren sehr gut unterwegs. Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge), die bereits zu Beginn diesen Jahres bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in der Arena Leipzig ihre neue Stärke im Sprintbereich unter Beweis stellte, gewann ihren ersten Deutschen Meistertitel im Freien. Sie holte Gold über die 200 m in 23,24 s und konnte sich auch über Bronze über die 100 m (11,43 s) freuen. Einen Freudensprung machte auch Kristin Gierisch (LAC Erdgas Chemnitz), die nach langer Verletzungspause und den dadurch bedingten späten Saisoneinstieg, einen Supersatz im Dreisprung hinlegte und mit 14,34 Metern Deutsche Meisterin im Dreisprung wurde. An dieser Stelle ein besonderes Dankeschön auch an unsere Meistertrainer, Sven Lang, Jörg Möckel und Harry Marusch. Zwei Deutsche Vizemeistertitel ergänzen noch das erfolgreiche sächsische Abschneiden. Jenny Elbe vom Dresdner SC 1898, die bereits die EM Norm für Zürich in der Tasche hatte, erreichte im Dreisprung 14,03 Meter und Cindy Roleder vom LAZ Leipzig, die sich nicht speziell auf die 100 m Hürden vorbereitet hatte, sondern ihr Training auf ihre neue leichtathletische Zukunft, den Mehrkampf ausgerichtet hat, gelang eine klasse Leistung. Cindy, die ebenfalls die EM Norm geknackt hatte, lief über die 100 m Hürden in 12,80 s zu Silber. Ergänzt wird der sächsische Medaillensatz durch die Bronzemedaillen von Franziska Hofmann (LAC Erdgas Chemnitz), die über die 100 m Hürden ebenfalls unter 13,00 s blieb und mit 12,87 auch die EM Norm unterbot. In einen taktisch geprägten und nicht auf schnelle Zeiten ausgelegten 800 m Finale bei den Männern, hatte Jan Riedel vom Dresdner SC am Ende die größeren Kraftreserven und gewann in 1:49,30 min die Bronzemedaille. Nicht alle unserer Sportlerinnen konnten an ihre bereits in diesem Jahr erreichten Leistungen anknüpfen, oder mussten verletzungsbedingt den Meisterschaften fernbleiben. Silvio Schirrmacher (400 m H) und Lars Hamann (Speer) zum Beispiel sind verletzt und Georg Fleischhauer kam nicht an seine schnellen Zeiten aus den Vorjahren über die 100 m H heran. Insgesamt können wir mit dem Abschneiden unserer sächsischen Delegation in Ulm recht zufrieden sein, kommen zu den 9 Medaillen doch noch zwei vierte, drei fünfte und drei sechste Plätze hinzu. Nicht nur bei den Männern und Frauen wurde in Ulm um Deutsche Meistertitel gekämpft. Über 4x400 m und 3x1000 m/3x800 m ging es in der U20 um Gold, Silber und Bronze. Noch gelang unseren Nachwuchsathleten kein Sprung aufs oberste Podest. Aber zwei Silbermedaillen für den Dresdner SC über 4x400 m in der MJ U20 (3:16,67 s) und den LAZ Leipzig in der WJ U20 (3:48,55 s) machen Hoffnung auf mehr. In der MJ U20 waren gleich zwei sächsische Mannschaften auf dem Siegerpodest zu finden, denn die StG Chemnitz/Erzgebirge lief hinter dem DSC in 3:17,71 s auf den Bronzerang. Alle Ergebnisse: www.leichtathletik.de Gratulation an alle Sportlerinnen und Sportler, sowie ihren Trainern und all denen, die jetzt ihre Nominierungen für die Europameisterschaften vom 12.08.-17.08. in Zürich erhalten, ein verletzungsfreies Training und beste Erfolge im Letzigrund. Jörg Fernbach/ Joachim Erdmann

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