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Die Deutschen Meisterschaften 2017 in Zittau - ein großartiges Ereignis

03-07-2017 18:14
von Jörg Fernbach

Die Zittauer Leichtathleten der HSG Turbine Zittau sind erprobt in der Durchführung großer nationaler und internationaler Wettkämpfe und sie haben diese auch immer klasse vorbereitet und durchgeführt. Mit den Europameisterschaften 2012 und den Deutschen Meisterschaften 2015 konnten sie umfangreiche Erfahrungen sammeln und diese haben sie bestens auch wieder 2017 umgesetzt. Sonja Bratoew und ihre Mannschaft haben kontinuierlich auf die diesjährigen DM hingearbeitet, stark unterstützt durch die Stadtverwaltung von Zittau mit dem Oberbürgermeister Thomas Zenker an der Spitze und zahlreichen Sponsoren, die beeindruckt von den bisherigen Wettkämpfen im Weinauparkstadion waren und auch diesmal wieder mit im Boot waren. Schon die Eröffnung zeigte, welche Bedeutung diese großen Meisterschaften mit mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben, die vom 30. Juni bis zum 2.Juli in über 400 Wettbewerben um die sehr begehrten Medaillen kämpften. Wie bereits 2015 zierte wieder ein Zittauer Wahrzeichen die Rückseite der Medaillen, diesmal die Klosterkirche. Oberbürgermeister Thomas Zenker freute sich sehr, zur Eröffnung den Landrat des Kreises Niederschlesien/Oberlausitz, Bernd Lange, den Präsidenten des Leichtathletik-Verbandes Sachsen, Dr. Tassilo Lenk, die Vizepräsidentin der World Master Association und Vorsitzende des Bundesausschusses Senioren, Margit Jungmann und den Ehrenvorsitzenden des KSB Niederschlesien/OL., Karl-Heinz Bruntsch, begrüßen zu können.
Es wurden drei sehr erfolgreiche Tage und dies nicht nur für die 119 sächsischen Starterinnen und Starter, denn Ingrid Meier vom LAC Quelle Fürth krönte mit ihren 2 Weltrekorden in der W70 diese Meisterschaften. Ihre 14,73 s über die 100 m und die 31,30 s über 200 m lief sie bei zulässigem Rückenwind und ihr Vorsprung in beiden Läufen war enorm. So kam über die 100 m die 2. mit mehr als 1 Sekunde Rückstand ins Ziel, eine Welt über diese kurze Sprintstrecke. Ein tolle und sehr sympathische Frau, die sich bei ihrer Siegerehrung im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die klasse Organisation bedankte. Ihr in nichts nach stand unsere Ulrike Hiltscher (W65), die in ihrer Heimatstadt 5 mal an den Start ging und 5 Mal eine Medaille erkämpfte. 3 fache Goldmedaillengewinnerin und damit hat sie jetzt 80 Deutsche Meistertitel auf ihrem Konto. Ihr gebührt unsere ganz besondere Hochachtung, denn nach ihrer Fußfraktur beim Hürdenlauf im Frühjahr dieses Jahres und nach nur wenigen Trainingswochen, jetzt wieder solche großartigen Leistungen.  
Unsere sächsischen Leichtathletinnen und Leichtathleten waren wie bereits 2015 in Zittau sehr erfolgreich am Start. Insgesamt gewannen sie 94 Medaillen bei dieser DM, davon 29 Goldmedaillen. Hier dominierten unsere Damen, denn 19 davon gehen auf ihr Konto. Insgesamt haben aber die Männer 2 mehr auf ihrem Konto. Hier steht es 48 zu 46 für das starke Geschlecht.
Neben Ulrike Hiltscher gab es weitere sehr erfolgreiche sächsische Starter/innen. Doppelsiege konnten in den Einzeldisziplinen Dr. Birgit Burzlaff (W50-Sportfreunde Neukieritzsch 21), Kathrin Lauterbach ((W50) WSG Schwarzenberg-Wildenau), Petra und Lutz Herrmann (beide AK 55 und beide SG Vorwärts Frankenberg) und Brigitte Bondat (W55) vom SSV Heidenau feiern.
Weitere Deutsche Meisterinnen, bzw. Meister wurden:
In der W40 Steffi Schöler vom VfL Pirna-Copitz, in der W45 Heike Martin vom LAC Erdgas Chemnitz, die überlegen die 100 m gewann. In der W55 Carmen Grell von den Sportfreunden Neukieritzsch 21 und Dr. Angela Müller vom Dresdner SC 1898.
Hinzu kommen noch die Meistertitel von Christina Friedrich und Christine Kaiser (beide LG Neiße in der W60 und Gisela Rabich in der W70 vom SC DHfK Leipzig. Bei den Männern gelang dies Mario Renner (LG Neiße) in der M60, Thomas Partzsch (Döbelner SV), der sich bereits im ersten Wettkampf verletzte und die Weiteren nicht mehr mit vollem Krafteinsatz absolvieren konnte..Hans-Jürgen Pfeiffer vom SV Vorwärts Zwickau in der M75 gewann ebenfalls Gold, genauso wie Dominik Lewin vom LV 90 Erzgebirge und  Mario Lohmann von der LG Mittweida in der M35. Über den deutschen Meistertitel haben sich auch Tilo Bähr vom LSV Pirna in der M50 und Holger Benz vom USV TU Dresden in der M55 gefreut.
Und noch eine Goldene gab es; für unseren ältesten sächsischen Teilnehmer. Horst Fuhrmann vom TuS Dippoldiswalde er wird im Januar 2018 90 Jahr alt und ging in Zittau in vier Disziplinen an den Start. Kugel, Diskus, Hammer und Speer. Gold im Diskuswurf und Silber im Speer und Hammerwurf. Untröstlich war er über seinen 4. Platz im Kugelstoßen; er wollte 4 Medaillen, freute sich aber über das Lob seiner AK-Kameraden und deren Einschätzung: " Horst hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, vergisst nichts und weiß alles" Ihm einen besonderen Glückwunsch und noch viele gesunde Jahre.
Auch allen anderen Medaillengewinnerinnen und Gewinnern herzliche Glückwünsche und ebenso unseren Sachsen, die diesmal nicht auf dem Podest standen, aber viele persönliche Bestleistungen erzielten. Es waren Deutsche Meisterschaften und deshalb sind alle Leistungen hoch anzuerkennen.
Die deutschen Meisterschaften in Zittau waren auch ein würdiger Rahmen, um die Pokale für die besten Leistungen bei den sächsischen Landesmeisterschaften zu ehren. Der Vizepräsident Wettkampfwesen und örtliche Wettkampfleiter der DM; Jens Taube, überreichte Petra und Lutz Herrmann dazu die Pokale.
Am 1. Juli war das MDR Fernsehen vor Ort und neben den sportlichen Wettkämpfen, gab es auch die Einschätzungen von Dr. Tassilo lenk und Margit Jungmann, die sich sehr positiv über die Durchführung der SM äußerten. Dr. Lenk rückte vor allem die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Zittau in den Vordergrund und blickte optimistisch in die Zukunft, denn in Zittau sind beste Voraussetzungen für weitere große Wettkämpfe gegeben.
Diese großen deutschen Meisterschaften in dieser Qualität durchzuführen, ist aber auch nur möglich, wenn neben den Organisatoren das entsprechend qualifizierte Personal zu Verfügung steht. Und In Zittau stand es mit großer Einsatzbereitschaft zur Verfügung. Stellvertretend an dieser Stelle unsere 100 Kampfrichter mit dem Kampfrichterwart Michael Idler an der Spitze und das schnell und mit hoher Qualität arbeitende Wettkampfbüro mit seinem Leiter Frank Kohser. Nicht zu vergessen das Team der Siegerehrungen mit Dr. Ernst Richter und Jörg Gullus, der Platzbau und die Jury, sowie die ca. 100 Helferinnen und Helfer, die meist im Hintergrund zum Gelingen der DM beitrugen.
Es waren wunderbare Momente während der Siegerehrungen, wenn die Geehrten übereinstimmend diese Deutschen Meisterschaften lobten und sich herzlich dafür bedankten. Auch war es klasse auf die Wünsche für eine gute Heimreise zu hören: "Wir bleiben doch noch ein paar Tage" und damit vollendet sich das Bilde der diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Weinauparkstaion Zittau: Nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Gewinn für die Stadt Zittau und die Region der Oberlausitz.
Alle Ergebisse unter:
www.leichtathletik.de
www.hsg-zittau.de
Jörg Fernbach

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