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Ein Körnchen mehr-Sachsens Jugend gewinnt den Länderkampf in Zgorzelec

08-09-2014 15:47
von Webmaster
Foto: Joachim Erdmann

Es ist nun schon zur schönen Tradition geworden, dass sich im Spätsommer jeden Jahres die besten Nachwuchsathleten der  U16 aus Nordböhmen, Niederschlesien und Sachsen zum sportlichen Kräftemessen treffen. Auch 2014 konnte der Leichtathletikverband Sachsen eine leistungsstarke, junge Mannschaft nominieren, die am vergangenen Samstag (06.09.2014) die Reise nach Zgorzelec in Polen antrat. Als Titelverteidiger hatten die Sportlerinnen und Sportler der Jahrgänge 1999 und 2000 in diesem Jahr eine große Herausforderung im Gepäck, wollten Sie es doch der sächsischen Mannschaft aus dem Jahr 2013 gern gleichtun.

In Zgorzelec fand man, wie auch schon vor 3 Jahren, eine bestens präparierte Anlage, sowie zwei hochmotivierte Mannschaften aus Polen und Tschechien vor. Die meisten Sportler durften zum ersten Mal in ihrer Karriere die Nationalhymne im Rahmen der Eröffnung des Länderkampfes hören. Vielleicht wird diese besondere Ehre dem einen oder anderem Athleten in naher Zukunft bei internationalen Großereignissen erneut zu teil. Wie in jedem Jahr galt es, beginnend mit der ersten Disziplin, Platzierungspunkte zu sammeln. Jede Disziplin wurde mit zwei Sportlerinnen oder Sportler besetzt, wobei im Vorfeld der Wettkämpfe noch so manche „Lücke“ gefüllt werden musste. Aber, und das sollte eine Stärke der sächsischen Mannschaft sein, jeder war gern bereit, für kurzfristig erkrankte oder verletzte Sportler in die Bresche zu springen. Im Verlauf der unter strahlenden Sonnenschein stattfindenden Wettkämpfe stellte sich bald heraus, dass die polnische Mannschaft in diesem Jahr ein besonders harter Gegner war. So erstaunte es nicht, als auch nach der letzten Disziplin Unsicherheit im Trainerteam um Mannschaftsleiter Joachim Erdmann herrschte, ob es für den Gesamtsieg reichen würde. Einen Vorwurf hätte sich keiner der mitgereisten Athletinnen und Athleten machen müssen. So konnten trotz des späten Saisonzeitpunktes viele gute Leistungen ins Wettkampfprotokoll eingehen. Hervorzuheben sind dabei besonders der neue sächsische Landesrekord von Korbinian Haessler (LAC Erdgas Chemnitz) im Diskuswurf (53,57m) und die Speerwurfleistung von Melissa Burkhardt (SG Motor Thurm, 41,58m). Weitere sächsische Sportler, die den ersten Platz und damit wertvolle 7 Punkte für die Mannschaft sichern konnten, waren Pascal Hempel (Speerwurf, 53,71m), Annika Rennert (Hochsprung, 1,60m), Anna Walter (600m, 1:39,24min), Jonas Rödiger (600m, 1:28,48min), Pascal Thalhäuser (Hammer, 52,62m), Laura Winter (300m Hürden, 47,61s), Sophie-Christina Wust (Kugelstoß, 13,02m), Anna Wagner (300m, 42,19s), Friedrich Haaser (Stabhochsprung, 3,00m), Jonathan Schmidt (1000m, 2:43,88min), Vincent Paul (2000m, 6:16,05min) und Jenny Grunewald (Diskuswurf, 38,80m).

Trotz einiger sprachlicher Barrieren bei der abschließenden Siegerehrung war schnell klar: Es hatte auch in diesem Jahr für den Gesamtsieg gereicht. Mit 253 Punkten konnte sich die sächsische Mannschaft denkbar knapp gegen die polnische Auswahl aus Niederschlesien (251 Punkte) durchsetzten. Auf Platz 3 kamen die Sportfreunde aus Nordböhmen (160 Punkte). So durfte man 2014 zurecht von einem echten „Wimpernschlagfinale“ sprechen. Die Tatsache, dass der eine oder andere Sportler doch noch das berühmte „Körnchen“ mehr aus sich herausgeholt hat, führte letztlich dazu, dass die gesamte Mannschaft  voller Stolz als Sieger die Heimreise antreten konnte. Lars Milde

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