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Tolles Ergebnis unserer Master-Athleten/innen zur EM in Venedig

17-09-2019 18:54
von Jörg Fernbach

Vom 5. Bis zum 15. September kämpften zur Master-Europameisterschaft in Venedig 4000 europäische Sportlerinnen und Sportler ab der Altersklasse M/W 35 um Titel, Medaillen und Bestleistungen. Unter ihnen 29 aus sächsischen Vereinen, von denen 20 schon Medaillen bei internationalen Meisterschaften errungen hatten.
Vor den Ergebnissen sei eine kurze Einschätzung der EM vorangestellt. EM in Venedig klingt gut, aber die Wettkämpfe fanden nicht in der Lagunenstadt statt, sondern in Orten, die 20 – 40 km entfernt waren. Jesolo, Caorle und Eraclea hießen die Wettkampforte und was auffiel war, dass in Jesolo vorwiegend die Männer- und in Caorle die Frauenwettkämpfe stattfanden; aus Sicht der Teilnehmer keine optimale Lösung. Auch gab es einige vermeidbare Pannen. U.a. war die 10 km Strecken beim Gehen um 600 m zu kurz und deshalb die Ergebnisse nicht Bestenlisten fähig. Bei den 4x400 m Staffeln mussten die Starter/innen eine Stunde warten, da die Zeitmessanlage nicht rechtzeitig einsatzbereit war und als die 10 km Läufer bereits an der Startlinie standen, erfolgte kein Startschuss. Die Polizei war nicht rechtzeitig zur Straßensperrung da.
Aber wie unsere Senioren sind; die machten das Beste draus und kämpften bis zum letzten Schweißtropfen, oder nahmen die Verzögerungen an 2 Tagen durch sintflutartige Regengüsse hin. Es gab da schon Härtefälle, wie es zum Beispiel beim Stabhochsprung passierte. Abbruch am 8.9. und die Fortsetzung sollte am 9.9. erfolgen, aber leider ohne Angabe des neuen Zeitplanes. TN die bereits ihre Heimreise gebucht hatten, mussten umbuchen, wussten aber nicht, wann die Fortsetzung des WK erfolgt.
Bei allen Besonderheiten, die deutsche und die sächsische Bilanz können sich sehen lassen. Hinter dem Gastgeber Italien errang Deutschland in der Nationenwertung Platz 2. Auf dem dt. Medaillenkonto stehen 119 Goldmedaillen, 110 x Silber und 88 x Bronze. Dazu haben auch unsere sächsischen Starter/innen einen sehr guten Anteil. Insgesamt 31 Medaillen habe sie im Heimreisegepäck, davon 16 x Gold, 9 x Silber und 6 x Bronze.
Ganz stark waren Dr. Kristina Hanke (SSV Heidenau) und Petra Herrmann (SG Vorwärts Frankenberg unterwegs, beide erkämpften je drei Europameistertitel
Petra Herrmann, die in der W60 an den Start ging, sprang jeweils mit Europarekord in ihrer AK zu Gold. Im Stabhochsprung bedeuten ihre 2,83 m und im Dreisprung ihre 10,31 m ER. Dazu kommt Gold im Weitsprung mit 4,48 m.
Dr. Kristina Hanke (W70) wurde Europameisterin über die 100 m (16,66 s), im Weitsprung 3,52 m) und im Speerwurf (26,32 m).
Vier Medaillen gab es sogar für Matti Herrmann (SG Vorwärts Frankenberg) in der M35. Er dominierte den Weitsprung mit 6,96 m und jeder seiner gültigen Sprünge hätte zum Sieg gereicht. Dazu kommen drei Vize-Europameistertitel im Zehnkampf, im Stabhochsprung und der 4x400 m Staffel.
Einen kompletten Medaillensatz holte Dr. Birgit Burzlaff von den Sportfreunden Neukieritzsch21, die nach ihrem 3. Platz über die 80 m Hürden, einen 2. Platz im Weitsprung folgen ließ und dann noch mit der 4x100 m Staffel der W55 zum Titel lief.
5 Medaillen gehen ins Vogtland und alle im Gehen erkämpft. Bianca Schenker (W40) gewann Gold im 10 km Straßengehen, wurde 2 über die 20 km und wurde auch mit der Mannschaft Vizeeuropameisterin. Ebenfalls von der LG Vogtland wurde Uwe Schröter in der M55 2.im 20 km Straßengehen und gewann Bronze über die 10 km.
Doppeleuropameister in der M85 wurde Armin Zosel von der TSG 1852 Radeburg, der mit der 4x100 m und der 4x400 m Staffel Gold gewann. Vorher hatte er schon Silber über die 5000 m geschafft. Armin Zosel zeigte sich als echter Teamplayer, denn er hat, um die M85-Staffel komplett zu machen, auf seinen Start beim Halbmarathon verzichtet.
Den Titel im Siebenkampf der W55 ließ sich Dr. Angela Müller vom Dresdner SC 1898 nicht entgehen. Sie schaffte Gold mit 5174 Punkten.
Staffelgold gab es in der W40 für zwei unserer Damen in der 4x400 m Staffel. Mandy Junghans vom Dresdner SC 1898 und Daniela Kliche von der LG Neiße trugen wesentlich zum Gold bei.
Ihre besondere Klasse über die 100 m stellte wieder einmal Heike Martin vom LAC Erdgas Chemnitz unter Beweis, sie gewann in 13,09 s den Europameistertitel. Europameisterin wurde auch Christina Friedrich in der W65 von der TSG KW BX Weißwasser im Dreisprung mit 8,66 m. Ihre Vereinskameradin Sigrid Böse wurde in der W60 dreifache Bronzemedaillengewinnerin (80 m Hü., Hochsprung und Dreisprung).
Lutz Herrmann (M55) von der SG Vorwärts Frankenberg war von den Wetterunbilden im Stabhochsprung direkt betroffen. Er buchte seinen Rückflug um, wurde mit 3,70 m Vizeeuropameister, kam morgens um 2 Uhr zu Hause an und es ging dann nahtlos zur Arbeit. Nach Markleeberg geht eine Bronzemedaille. Dr. Uta Teuber erkämpfte Bronze mit 11,26 m im Kugelstoßen.
Viele weitere gute Platzierungen ab Platz 4 gab es für unsere sächsischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der 21. Master EM und allen, die erfolgreich in Italien dabei waren ein Dankeschön für ihren Einsatz und ihre Leistungen.
Ergebnisse: www.leichtathletik.de
Jörg Fernbach

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